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Predigt zum 8.3.2009 (Fiona Hofer)Sind Sie verletzt? Dann lassen Sie sich von Gott salben! Psalm 23, 5... Du deckst mir den Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl, übervoll ist mein Becher ... Einführung Unsere Welt ist voll von verletzten Menschen ... von verletzten Menschen, die in einer ständigen Angst und Unsicherheit leben. Menschen, die niemanden haben, an den sie sich wenden können und die nie aus den Banden ihrer Verletzungen und Einsamkeit befreit werden. Natürlich hat in unserer heutigen Welt die Gesellschaft diese verletzten Menschen oft ausgenutzt, indem sie eine Vielzahl von so genannten schnell wirkenden Hilfen und einfachen Lösungen anbietet, von denen aber keine einen dauernden Frieden bringt. Und so fahren wir an diesem Morgen fort, den Trost und die Hoffnung aus dem Wort Gottes zu suchen – Wahrheit, die andauert und unser Leben ändern kann. Hören Sie dem Abschnitt der Schrift für diesen Morgen zu. Ich möchte Sie einladen, den Vers mit mir zusammen zu lesen. ... Du deckst mir den Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl, übervoll ist mein Becher ... Psalm 23, Vers 5 Wir wollen uns miteinander etwas Zeit nehmen, um diese wundervolle und tiefe Botschaft, die wir heute in diesen Worten finden, etwas genauer zu betrachten. Am Anfang sehen wir die Verheissung: 1. EINEN GEDECKTEN TISCH Wie schön ist es doch, wenn man nach Hause kommt und einen schön gedeckten Tisch als Willkomm nach einem sehr anstrengenden Tag vorfindet, zusammen mit einem einladenden Mahl. Während der diesjährigen Topfkollekte war es ganz speziell, nach dem Topfstehen oder Musizieren in der Kälte zurück ins Zenti zu kommen und einen wunderbar einladenden und angenehmen Tisch für unsere Pause vorzufinden. Verstehen Sie das Bild? Die Aufgabe eines guten Hirten besteht darin, ein gutes, ebenes Stück Land zu finden, einen Tafelberg, ein Feld mit grünem Gras, und dann alle Feinde daraus zu vertreiben, seien das Wölfe, Bären oder Schlangen und so weiter, damit die Schafe einen sicheren Platz finden, um zu fressen. Ja, Gott gibt uns hier ein wunderbares Bild seiner grossen Liebe zu uns ... Und wie die Schafe haben wir als die Kinder Gottes viele Feinde, die versuchen, unsere Erfahrung mit dem Herrn zu zerstören: - Zweifel Und Gott kommt durch Jesus Christus zu uns, und mit der Vollmacht seines Heiligen Geistes bereitet er für uns einen Ort der Heilung, der Ruhe und der Vergebung vor. Nur wenn wir unserem Hirten ständig folgen und Zeit mit ihm verbringen, sind wir in der Lage, den Versuchungen um uns herum zu widerstehen. Jesus sagt: Der Psalmist fährt fort, die Wunder der Verheissungen Gottes denen aufzuzeigen, die sich nach ihm ausstrecken, und er spricht jetzt über 2. DAS SALBÖL Wir haben in den letzten Jahren einen unglaublichen Fortschritt in der Medizin erlebt und gesehen, wie Menschen mit manchmal sehr komplizierten und schwierigen Krankheiten geholfen werden kann. Und wir danken Gott dafür. Wenn es jedoch um unsere geistliche Heilung geht und um die Feinde, die unsere Seele angreifen wollen, dann müssen wir uns zuerst unserem Herrn und Erretter Jesus Christus zuwenden. Der Hirte salbt den Kopf seiner Schafe mit Öl, und das aus zwei Gründen:
- um zu lindern Und wussten Sie, dass die schlimmsten Feinde der Schafe die Fliegen sind? Sie hassen Fliegen! Sie können sie nicht abschütteln ... Die Fliegen kriechen in ihre Nasen und legen dort ihre Eier. Das macht die Schafe wahnsinnig! Wenn wir innehalten und darüber nachdenken ... und an unser eigenes Leben denken ... dann ist es erstaunlich, wie es so oft die kleinen Dinge im Leben sind, die uns irritieren, nicht wahr? Was also die Hirten tun, um den Schafen zu helfen ist das Folgende: Sie nehmen einerseits etwas Olivenöl und mischen es mit etwas Schwefel. Und damit salben sie die Köpfe der Schafe – ähnlich einem Insektenschutzmittel. Andererseits wird Öl wie ein Balsam gebraucht, und wenn die Schafe eine offene Wunde haben, benützen die Hirten es als Salbe. Sie schützt und beruhigt. Wenn der Psalmist sagt: Du salbest mein Haupt mit Öl ..., dann erinnert er uns daran, dass Gott uns in unserem eigenen Leben mit seinem heiligen Geist salben will, um uns zu schützen und unsere Verletzungen und Irritationen zu lindern. Natürlich will er sie nicht nur lindern, sondern er will sie heilen. Wir lesen in einem anderen Psalm diese wunderbaren Worte: Und – liebe Freunde – Gott sagt zu uns: Wenn du zu mir kommen willst, werde ich deine Verletzungen nehmen und deinem Herzen, deiner Seele, deinem Geist Heilung geben. Der Apostel Paulus erinnert uns im 2. Korintherbrief daran: Die Heilung unserer Wunden verlangt von uns Geduld und Vertrauen. Wenn Sie darüber nachdenken, so ist es doch so, dass Sie für eine kleine Schnittwunde kein Pflaster brauchen. Aber je tiefer die Wunde in Ihrem Leben ist (zum Beispiel: Zurückweisung oder Missbrauch) ... desto mehr Zeit ist nötig für die Heilung. Tiefe Wunden können nicht über Nacht heilen! Und wie kann Gott unsere Wunden heilen? Hier möchte ich Ihnen ein paar Wege aufzeigen, die ich kenne und die ich selber erfahren habe ... • Freundschaft – Unterstützung durch die Kirche, das Korps und andere Gläubige oder durch professionelle christliche Beratung • Gebet – Erzählen Sie Gott Ihre Verletzungen. Sagen Sie ihm, wie Sie sich fühlen. Er versteht Sie. • Anbetung und Lob – Es ist eine heilende Kraft im Loben während Zeiten von Schwierigkeiten und Kummer. • Geistlicher Dienst – Andern zu helfen, die verwundet worden sind, hilft Ihnen selber.
Und zum Schluss kommen wir zu dieser letzten Verheissung, die uns aufrichtet: 3. MEIN BECHER ÜBERFLIESST ...
In der Bibel ist ein überfliessender Becher das Symbol für eine vollkommene Befriedigung. Das bedeutet: Ich habe alles, was ich nötig habe. Im Mittleren Osten hat es sehr grosse Wüsten. Wenn Ihnen jemand einen Becher gibt, der überfliesst, bedeutet das, dass man eigentlich etwas vergeudet, sei es Wasser oder Wein. Sie werden also nicht Wasser oder Wein in der Wüste vergeuden, ausser Sie haben mehr als Sie brauchen! Wenn wir verletzt worden sind, müssen wir auf Gott schauen, um alle unsere Bedürfnisse zu stillen. Sie haben Bedürfnisse, die nur Gott stillen kann. Und die Liebe Gottes und seine Fürsorge trocknen nie aus. Er ist nie schlechter Laune und er lässt Sie nie im Stich. Wenn Sie auf ihn schauen, dann wird Ihr Becher überfliessen. Er wird überfliessen mit • HOFFNUNG – Gott wird euch helfen, dass ihr in Hoffnung auf ihn überfliessen werdet durch die Kraft des heiligen Geistes in euch ... (Römer, 15, 13). • LIEBE – Der Herr lasse eure Liebe wachsen und überfliessen ... (1. Thessalonicher 3, 12). • FREUDE – Bittet in meinem Namen, und ihr werdet bekommen und euer Becher der Freude wird überfliessen ... (Johannes 16, 24). Wenn Gott sagt: «Ich will deinen Becher überfliessen lassen», dann bedeutet das, dass Sie ihm wichtig und wirklich etwas Besonderes für ihn sind. Schluss Wenn wir heute hier zusammengekommen sind, um unseren grossen Gott anzubeten, lasst uns mit Glauben und Vertrauen zu ihm kommen. Strecken wir unsere Hände nach ihm aus, damit er sie nehmen kann, damit er uns leiten und führen kann in den Tagen, Monaten und Jahren, die vor uns liegen. |
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