Seelsorge, Predigten

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Heilsarmee Zürich Zentral  

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Predigt zum 8.2.2009 (Allan Hofer)

GOTT möchte, dass ihr euch ausruht Psalm 23

Heute werden wir unsere Reise durch Psalm 23 fortsetzten.

Heute beschäftigen wir uns mit dem Beschäftigtsein. Wir werden uns ein Rezept für Menschen unter Druck ansehen.

Hier ist ein Test, anhand dessen Sie herausfinden können, ob Sie arbeitssüchtig sind:

  1. Sind Sie immer in Eile?
  2. Ist Ihre "Aufgabenliste" immer unrealistisch lang?
  3. Benutzen Sie die Freizeit, um unerledigte Arbeiten zu verrichten?
  4. Hat Ihnen jemals mehr als eine Person gesagt, Sie sollten es langsamer angehen?
  5. Haben Sie ein schlechtes Gewissen, wenn Sie sich entspannen?
  6. Bleiben Sie nur zu Hause, wenn Sie wirklich krank sind?

Sie wissen, dass Sie arbeitssüchtig sind, wenn...

  • Alle Ihre Weihnachtskarten von Geschäftskontakten kommen.
  • Sie zu einem Anlass in der Schule Ihrer Kinder gehen und nicht mehr wissen, welches Ihrer Kinder diese Schule besucht.
  • Sie im Korps einen Piepser tragen.
  • Ihre Familie Sie als Mitbewohner bezeichnet.
  • Sie Ihre Geschäftsunterlagen mit auf die Toilette nehmen.

Gott will nicht, dass wir diese Art von Leben führen. Psalm 127:2: «In aller Frühe steht ihr auf und arbeitet bis tief in die Nacht; mit viel Mühe bringt ihr zusammen, was ihr zum Leben braucht." Gott möchte, dass seine Liebsten sich richtig ausruhen. «...Wenn ihr die Kerze an beiden Enden anzündet, seid ihr nicht so hell, wie ihr denkt ...»

Manchmal ist die geistlichste Sache, die Sie tun können, nach Hause und zu Bett zu gehen. Viele Leute denken, dass sie, wenn sie ihr Leben Gott übergeben, sich Jesus Christus gegenüber völlig ausverkaufen müssen. ...Er wird mir zu viel auferlegen und ich werde noch mehr zu tun haben, als jetzt schon... Psalm 23:2 «Er bringt mich auf saftige Weiden, lässt mich ruhen am frischen Wasser.»

Wenn ihr Schafe wärt, würdet ihr verstehen, dass dies das Bild eines perfekten Paradieses ist:
Er spricht hier über Ruhe und Erfrischung.
Gott interessiert sich für eure Ruhe und Erholung.
Er möchte, dass ihr ein ganzheitlich ausbalanciertes und vollständiges Leben lebt.
Er möchte, dass ihr nicht die ganz Zeit arbeitet.

MEINEN WERT ERKENNEN

Der Grund, weshalb die meisten Menschen zu viel arbeiten, ist die Tatsache, dass sie dass ihre Arbeit mit ihrem Wert verwechseln.
Wir denken, dass wir viel wert sind, wenn wir viel arbeiten und viel erreichen.
Wir verwechseln das, was wir tun, mit dem, was wir sind.

In der Schweiz werden wir definiert über das, was wir tun. Wenn wir jemanden kennen lernen, fragen wir zuerst nach dem Namen und die zweite Frage ist normalerweise, «Wo arbeiten Sie?» Wir denken, dass sich unser Wert über unsere Arbeit definiert. Wenn ich Leute treffe, höre ich sehr oft Kommentare wie: «Ich sehe, wie fleissig du bist.»

Das lehrt uns die Bibel nicht. Da steht, dass euer Wert unabhängig von eurer Arbeit ist.

Manche Menschen sind mit diesem kleinen Satz in Hinterkopf aufgewachsen: «Du bist ein Niemand.»
Vielleicht hat ein Lehrer das zu euch gesagt.
Vielleicht ein ehemaliger Freund. Vielleicht ein Bruder oder eine Schwester.
Vielleicht hat ein Elternteil zu euch gesagt, «Aus dir wird nie etwas.»

Der wahre Grund, weshalb ihr zuviel arbeitet ist, dass ihr es diesen Menschen zeigen wollt. Ihr wollt euern Wert beweisen, mit dem, was ihr erreicht und erfüllt. Aber ihr werdet nie genug vollbringen, um damit zufrieden zu sein. Ihr müsst immer weiter arbeiten. Vielleicht holt euch jemand ein.< vielleicht überholt euch jemand. ihr müsst euern wert, eure bedeutung beweisen, indem ihr zu viel arbeitet. und ihr könnt nie nachlassen.

Was Gott über euch sagt, ist das einzige Gegenmittel. Jakobus 1:18: «Aus seinem freien Willen hat er uns durch das Wort der Wahrheit, durch die Gute Nachricht, ein neues Leben geschenkt. So sind wir gleichsam die Erstgeborenen seiner neuen Schöpfung.»

Gott sagt damit, dass wir wichtiger sind als der Rest der Schöpfung. Entspannt euch; ihr müsst euern Wert nicht beweisen. Wenn ihr von Gott erschaffen wurdet, seid ihr wertvoll. Wenn ihr wirklich versteht und fühlt, was ihr Gott bedeutet – nicht nur wissen, sondern wirklich fühlen – wird das euer Leben verändern.

Wenn Gott mich liebt und ich mich liebe, Sie mich aber nicht lieben, ist das Ihr Problem. Verschwendet euer Leben nicht damit, euch bei anderen Menschen beliebt zu machen. Ihr braucht die Anerkennung von den anderen nicht, um glücklich zu sein. Aber ihr müsst erkennen, wie wichtig ihr für Gott seid.

Jesus hat in Matthäus 6:26 gesagt: «Seht euch die Vögel an! Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln keine Vorräte – aber euer Vater im Himmel sorgt für sie. Und ihr seid ihm doch viel mehr wert als Vögel!»

Wenn Gott also bemerkt, wenn ein Vogel zu Boden fällt und sich um ihn kümmert, denkt ihr nicht, dass Er sich auch um euch kümmert?

1) Ihr werdet nie verstehen, wie sehr Gott euch hier auf der Erde liebt.
2) Es gibt nichts, das ihr in euren Leben je tun könnt, dass Gott euch noch mehr liebt als er es schon tut.
3) Es gibt nichts, das ihr in eurem Leben je tun könnt, dass Gott euch weniger liebt. seine Liebe hängt nicht von eurer Leistung ab.

Es ist bedingungslose Liebe. Es geht darum, wer er ist.

Ihr müsst euch nicht beweisen durch übermässige Arbeit. Gott sagt, ihr seid OK. Gott sagt in Jesaja 49:16 «Ich habe dich unauslöschlich in meine Hände eingezeichnet.» Jesus starb am Kreuz und sie hatten seine Hände festgenagelt. Gott sagt, «Ich liebe dich so sehr, dass ich dich unauslöschlich in meine Hände eingezeichnet habe.» Er wird nie vergessen, wie sehr er euch liebt. Wenn ihr in den Himmel kommt, wird er euch diese gezeichneten Hände zeigen.

FREU DICH ÜBER DAS, WAS DU SCHON HAST

Prediger 3:13 «Wenn er aber zu essen und zu trinken hat und geniessen kann, was er sich erarbeitet hat, dann verdankt er das der Güte Gottes.»

Kann man so besessen sein auf der Suche nach mehr, sodass man das, was man hat, nicht geniessen kann? Das ist ein Syndrom: Das Verlangen nach Besitz. Die haben das, also müssen wir das auch haben. Die sind nach oben gelangt, also müssen wir auch dorthin.

Wir kaufen Dinge, die wir nicht brauchen, mit Geld, das wir nicht haben, um Leute zu beeindrucken, die wir nicht mögen. Wir versuchen immer mehr und mehr zu besitzen, und wir überfordern uns selbst finanziell. Wir verbringen unsere Zeit damit, diese Dinge, die wir gekauft haben, abzuzahlen, und unweigerlich beginnen sich unsere Beziehungen zu verschlechtern.

Gott will nicht, dass wir so leben. Prediger 4:6 «Aber ich sage: Eine Hand voll Gelassenheit ist besser als beide Hände voll Mühe und Jagd nach Wind.»

Die besten Dinge im Leben sind keine Dinge. Als Offizier oder Pastor habe ich an vielen Sterbebetten gestanden. Aber noch nie habe ich von Sterbenden als letzten Satz gehört: «Ich wünschte, ich wäre öfter im Büro gewesen.» Viele haben jedoch gesagt, «Ich wünschte, ich hätte mehr Zeit mit meinen Kindern (Ehefrau, Ehemann, Aufbau von Beziehungen, mit Gott) verbracht.»

BEGRENZE DEINE ARBEITSZEIT

Ich muss mich bewusst dafür entscheiden, mir Zeit für andere Dinge als meine Arbeit zu nehmen. Ich muss mich entscheiden, wie viele Stunden ich jede Woche arbeiten will, und dann muss ich mich daran halten. Ich muss Zeit für mich selbst einplanen, alleine mit Gott, mit meiner Familie – dies sind in meinem Leben wichtige Elemente, wie auch die Arbeit.

Ihr könnt so viele Eisen im Feuer haben, dass das Feuer erlischt. Prediger 10:15 «Das viele Arbeiten müsste den Unverständigen doch so müde machen, dass er nicht mehr nach Hause gehen kann!»

Eine verärgerte Dame hat eines Tages den Pastor angerufen. Sie sagte, «Ich habe am Montag den ganzen Tag lang vergeblich versucht, Sie telefonisch zu erreichen.» Der Pastor: «Am Montag ist mein freier Tag.» Die Dame: «Der Teufel nimmt sich nie einen freien Tag.» Der Pastor: «Ja, und wenn ich keinen freien Tag hätte, wäre ich genau wie der Teufel.»

2. Mose 20, 9-10: «Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Tätigkeiten verrichten; aber der siebte Tag ist der Ruhetag des Herrn, deines Gottes.» Gott sagt, dass ein freier Tag pro Woche eine Regel ist. Es ist das vierte Gebot; es steht in den zehn Geboten. Es ist so wichtig, dass Gott es wie «du sollst nicht ehebrechen» und «du sollst nicht töten» behandelt. So ernst nimmt Gott diese Sache. Jeden siebten Tag sollt ihr euch einen Tag frei nehmen. Wenn ihr euch keinen freien Tag nehmt, bedeutet das, dass ihr die zehn Gebote brecht. Gott sagt: «Tut es.»

Was sollt ihr an eurem freien Tag, eurem Sabbat tun? Braucht ihn nicht, um Arbeiten nachzuholen, die ihr nicht fertig gestellt habt. Was tut ihr am Sabbat?

1) Meinen Körper ruhen lassen. Wenn ihr euch keine Zeit nehmt, um euren Körper ruhen zu lassen, wird euer Körper das selber tun – entweder im Krankenhaus oder durch eine Erkältung oder Grippe. Um gut zu sein, müssen wir uns ausruhen.
Während der Französischen Revolution wurde der Sonntag als Ruhetag abgeschafft. Nach wenigen Jahren musste er aber wieder eingeführt werden. Nicht aus religiösen Gründen, sondern weil die Gesundheit der ganzen Nation darunter gelitten hatte. Sie waren alle ausgebrannt.
Fühlt ihr euch schuldig, wenn ihr einen Tag frei habt? Jesus tat dies nicht. Er hat sich freie Zeit genommen. Seid fleissiger als Jesus? Ist das, was ihr tut, wichtiger als das, was Jesus getan hat?

2) Ladet eure Gefühle wieder auf. Welche Dinge helfen euch, eure Gefühle wieder aufzuladen? Ihr braucht Ruhe. Ihr braucht Erholung – etwas, das euch persönlich hilft, nicht unbedingt etwas, das alle machen. Ihr braucht Zeit für Beziehungen. Wir sind für Beziehungen geschaffen.
Im Time Magazin war ein Artikel mit dem Namen «Die Misere des zwanzigsten Jahrhunderts», der von Stress, Ängsten und Depressionen sprach, die in unserer Gesellschaft überhandnehmen. Grundsätzlich stand dort, dass wir nicht so leben, wie wir es müssten. Wir sind auf vertrauenswürdige Beziehungen ausgerichtet und das Problem ist, dass zu wenige unserer Kontakte im natürlichen Sinne intim sind. Es heisst dort, wir brauchen Zeit für Beziehungen

3) Ihr müsst euch neu auf euren Geist / Geistlichkeit konzentrieren. Die Bibel nennt das Anbetung. Anbetung weist den Dingen eine Perspektive zu. Wenn ihr mit einem grossen Problem zum Gottesdienst kommt, wird die Anbetung euch einen neuen Blickwinkel verschaffen. Ihr werdet mehr Energie haben, um mit dem Problem umzugehen und mehr Verständnis erlangen. Ihr braucht täglich Zeit, die ihr ganz alleine mit Gott verbringt. Wenn ihr dafür zu beschäftig seid, dann seid ihr definitiv zu beschäftigt.

MEINE WERTE ANPASSEN

Um mein Beschäftigtsein in meinem Leben zu reduzieren, muss ich meine Prioritäten überdenken.

Prediger 4:4 sagt: «Da plagen sich die Menschen und setzen alle ihre Fähigkeiten ein, um sich gegenseitig auszustechen.»

Damit müsst ihr aufhören und euch sagen, dass ihr an diesem Teufelskreis des immer mehr Wollens nicht mehr teilnehmt. Es gibt einige Dinge, die wichtiger sind, als immer mehr zu besitzen.

Markus 8, 36: «Was hat ein Mensch davon, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber zuletzt seine Seele verliert?»

Ist es das wert?

Stellt euch diese Frage über jeden Bereich eures Lebens. Vielleicht verdienen wir jetzt viel Geld, aber haben wir auch Zeit für unsere Kinder? In einigen Jahren werden sie ausgeflogen sein. Werde ich das bereuen? Ganz egal, wie viel Geld ihr auch verdient, ihr könntet auch alles verlieren.

MEINEN STRESS GEGEN GOTTES FRIEDEN AUSTAUSCHEN

Das geht an die Wurzel der Dinge, die bei euch Stress auslösen. Es gibt drei Arten von Ermüdung:

  • Es gibt die körperliche Ermüdung – müde Muskeln. Davon kann man sich ziemlich schnell wieder erholen.
  • Es gibt die emotionale Ermüdung – müde Emotionen, Gefühle.
  • Es gibt die die geistige / geistliche Ermüdung – ein ausgetrockneter Geist. Das ist die tiefste.

    Vielleicht braucht ihr einen Urlaub. Aber gegen die letzten beiden Arten von Ermüdung hilft ein Urlaub nicht. Ihr braucht mehr als eine Auszeit, um eure Emotionen und aufzuladen und euch auf euren Geist zu besinnen. Ihr braucht eine Beziehung zu Gott.

    Ihr könnt zwei Wochen Ferien auf Tahiti machen, aber wenn ihr zurückkommt, werdet ihr noch die gleichen Probleme haben. Die Belastungen werden immer noch da sein. Es bedarf mehr als nur Freizeit, wir müssen unsere Werte neu anpassen und unsere Belastungen gegen Gottes Frieden eintauschen.

    Kleine Kinder legen sich nicht gerne hin, um sich auszuruhen. Widerstand gegen Ruhephasen ist ein Zeichen von Unreife. Wenn ihr dauernd arbeitet und euch nie ausruht, bedeutet das nicht nur, dass ihr gegen die Zehn Gebote verstosst, sondern auch, dass ihr unreif seid. Schafe legen sich nicht gerne hin, um sich auszuruhen.

    In Psalm 23:2 steht «Er lässt mich ruhen...» Das ist ein Befehl. Musste Gott euch jemals drängen, euch hinzulegen? Wenn ihr euer Tempo nicht drosselt, wird Gott manchmal einfach dafür sorgen, dass ihr euch hinlegen müsst. Er sorgt sich um euch. Ihr seid ihm wichtig.

    Ihr braucht eine Beziehung zu Christus, der euch helfen wird, das richtige Tempo in eurem Leben einzuschlagen. Ihr braucht einen Schrittmacher, um das Tempo in eurem Leben festzulegen, damit ihr nicht zu schnell und nicht zu langsam seid. Die einzige Person, die klug genug ist das zu tun, die euch in- und auswendig und besser als ihr euch selber kennt, ist Jesus Christus.

    Ihr braucht eine Beziehung mit ihm, in der ihr seinen Frieden gegen eure Belastungen austauscht. Wenn ihr für Gott lebt, ist das nicht nur der richtige Weg, es ist auch der gesunde Weg, der ganzheitliche Weg, der ausgeglichene Weg und der bei weitem erholsamste Weg. Jesus sagt, «Kommt alle zu mir; ich will euch die Last abnehmen! Ich quäle euch nicht und sehe auf niemand herab. Stellt euch unter meine Leitung und lernt bei mir; dann findet euer Leben Erfüllung.» Matthäus 11:28-29

    Bist du gestresst, müde, erschöpft? Jesus sagt, komm zu mir. Ich werde dich nicht noch mehr belasten.

    Umschreibung der Botschaft:

    Bist du müde? Bist du erschöpft?
    Bist du ausgebrannt, was Religion anbelangt?

    Komm zu mir. Folge mir und du wirst dein Leben wieder entdecken. Ich werde dir zeigen, wie man sich richtig ausruht. Komm mit mir und arbeite mit mir zusammen. Sieh zu, wie ich es mache. Erlerne den ungezwungenen Rhythmus der Gnade. Ich werde dir nichts Schweres oder Unpassendes auferlegen. Begleite mich, und du wirst lernen, wie man frei und leicht lebt.

  • Kontakt

    Majore
    Walter und Hanny Bommeli

    Heilsarmee Zürich Zentral
    Ankerstrasse 31
    8004 Zürich

    Tel. 044 242 53 89

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