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Predigt zum 1.2.2009 (Allan Hofer)Gottes Gegenmittel gegen die Sorgen Psalm 23Der Psalm 23 ist der beliebteste Psalm der Bibel. Er erzählt uns, wie Gott wirklich ist. Je mehr Sie Gott verstehen, umso einfacher ist es, ihm zu vertrauen. Die meisten von uns stellen sich gerade jetzt Fragen nach dem Warum. Warum ist das so geschehen, Herr? Was wird mit dem Korps passieren? Was wird mit unseren Offizieren passieren? Was wird uns die Zukunft bringen? Es gibt drei Probleme mit dem Sorgen: Sich Sorgen zu machen ist untauglich, es ist unvernünftig und es ist ungesund. Es ist untauglich, weil es nie etwas erreicht, es entsteht dadurch nie eine Lösung. Sich zu sorgen und zu ängstigen, kann die Vergangenheit nicht verändern. Sich zu sorgen und zu ängstigen, kann auch die Zukunft nicht unter Kontrolle bringen. Es macht uns heute nur unglücklich. Es hilft nicht, denn es funktioniert nicht. Sich Sorgen zu machen, ist unvernünftig. Es übertreibt die Probleme, macht Berge aus Maulwurfshügeln. Sorgen machen die Probleme nur grösser und grösser. Je mehr Sie etwas immer wieder anschauen, wenn Sie sich sorgen, desto grösser wird das Problem. Sich um etwas zu sorgen, das man nicht ändern kann, ist nutzlos. Sich Sorgen zu machen ist ungesund. Unser Körper ist nicht dazu gemacht, sich zu sorgen. Das ist unnatürlich. Wenn Sie sich ständig Sorgen machen, bekommen Sie noch Magengeschwüre, Rücken- oder Kopfweh und Sie können nicht mehr schlafen. Noch einmal: Unsere Körper sind nicht dazu geschaffen, sich Sorgen zu machen. WAS IST DAS GEGENMITTEL FÜR DIE SORGEN? Es ist mein Glaube, DASS GOTT FÜR MICH SORGEN und SICH UM MICH KÜMMERN WIRD. Psalm 23, 1: «Der Herr ist mein Hirte; ich habe alles, was ich brauche.» Wenn ich glaube, dass Gott für mich sorgen wird, dann muss ich mich nicht sorgen. Wie wird Gott, mein Hirte, mir das Gegenmittel zum Stress in meinem Leben aufzeigen? Warum ist das ein Gegenmittel gegen die Sorgen, wenn ich den Herrn meinen Hirten sein lasse? Dazu müssen Sie wissen, was ein Hirte tut. Die erstaunliche Tatsache ist die folgende: Gott hat versprochen, diese vier Dinge in Ihrem Leben zu tun, wenn Sie ihm vertrauen, wenn Sie ihn Ihren Hirten sein lassen. Er sagt: «Ich will für dich sorgen. Ich will dich beschützen. Ich will dich führen. Ich will die Probleme in deinem Leben für dich beheben. Wenn du MICH deinen Hirten sein lässt.» Jesaja 40, 11: «Wie ein Hirte weidet er seine Herde ...» Gott sagt: Ich sorge für dich, ich führe dich, ich beschütze dich, ich stelle alles richtig für dich. Ich werde dir helfen, wenn du mich zu deinem Hirten machst. Er macht es noch klarer in Philipper 4, 19: «Mein Gott aber wird all euren Mangel beheben nach seinem Reichtum, durch die Herrlichkeit in Christus Jesus. Gott sagt: «Ich werde es tun.» Er sagt nicht: «Ich könnte vielleicht, ich denke darüber nach, vielleicht ...» Er sagt: «Ich werde es tun.» Das bedeutet, dass der Charakter von Gott geradlinig ist. Entweder tut er es, oder er ist ein Lügner. Wenn Gott ein Versprechen gibt, dann handelt er geradlinig. Entweder muss Gott das tun, was er sagt, oder er ist ein Lügner. Wenn Sie eine Versicherungspolice haben und wissen, was alles dadurch abgedeckt ist, dann sorgen Sie sich nicht mehr darum, oder? Wenn etwas passiert und Sie wissen, dass alles abgedeckt ist, dann sorgen Sie sich eben nicht mehr. In der Bibel gibt es über 7'000 Verheissungen – das ist gleichsam die Deckungssumme, die Gott über Ihr Leben legt. Wenn Sie diese Verheissungen verstehen, was bleibt dann noch übrig, um sich zu sorgen? Das Sorgenmachen ist nicht nur untauglich, unvernünftig, ungesund – es ist auch unnötig, wenn Jesus Christus Ihr Hirte ist. Wie kann ich Gott zu meinem Hirten machen? Gott ist nicht der Hirte von jedermann. Er ist nur der Hirte von jenen Menschen, die ihn als ihren Hirten annehmen. Ich muss Jesus als meinen Herrn akzeptieren. «Der Herr ist mein Hirte.» Der Herr kann so lange nicht Ihr Hirte sein, bis der Hirte Ihr Herr ist. Diese beiden Aussagen gehören zusammen. Sie können ihn nicht bitten, Ihr Hirte zu sein, ohne ihm zu erlauben, Ihr Herr zu sein. Ich muss aufhören, Gott zu spielen und muss erlauben, dass Gott wirklich Gott ist. Was bedeutet es, der Herr zu sein? Das heisst, die Kontrolle innezuhaben. Herr bedeutet, Herr der Dinge zu sein. Heute nennen wir ihn vielleicht Boss, Manager, CEO, Präsident des Verwaltungsrates. Herr zu sein bedeutet, alles unter Kontrolle zu haben, es ist die Person, die an der Spitze steht, den Überblick, das Sagen hat. Jesus Christus ist dann der Herr in Ihrem Leben, wenn er in Ihrem Leben das Sagen hat. Wenn er das Sagen nicht hat, dann ist er nicht Ihr Herr. Und wenn er nicht der Herr ist, dann ist er auch nicht der Hirte. Weil der Herr mein Hirte ist. Jesus als Herrn anzunehmen, bedeutet drei Dinge: Johannes 10, 14 und 27: «Jesus sagte: Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und die Meinen kennen mich. ... Meine Schafe hören auf meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir nach.» Diese drei Wörter kennen, hören, nachfolgen zeigen auf, was es heisst, Jesus als seinen Herrn zu haben: Sie kennen Jesus, Sie hören auf Jesus, Sie folgen Jesus nach. Sie geben ihm die Kontrolle über sich. Die Wurzel all Ihrer Sorgen ist die Angst, dass Sie selber nicht die Kontrolle behalten können. Sich Sorgen machen ist immer ein Versuch, das Unkontrollierbare zu kontrollieren. Sich Sorgen machen bedeutet, eine Verantwortung voraussetzen, die Gott einem nie zumuten wollte. Wenn immer Sie versuchen, das Unkontrollierbare zu kontrollieren – Ihre Kinder, Ihre Umgebung, diese aktuelle Krise im Korps –, dann sind Sie im Begriff, sich Sorgen zu machen. Sich Sorgen machen, ist ein Warnlicht. Wenn immer Sie beginnen, sich Sorgen zu machen, sollte das Licht aufleuchten: Achtung! – Sie versuchen, selber zuviel Kontrolle haben. Das ist die Wurzel von aller Sorgen und Ängste. Immer wenn Sie anfangen, sich zu sorgen, dann versuchen Sie etwas zu kontrollieren, das nicht Sie selber in erster Linie kontrollieren sollten. Wer hat die Kontrolle über Ihr Leben? Wer hat die Kontrolle über dieses Korps? Gott überlässt Ihnen die Wahl. Er drängt sich nicht selber in das Leben von irgendeinem Menschen hinein. Sie haben zwei Wahlmöglichkeiten – entweder können Sie die Kontrolle über Ihr Leben haben, oder Sie können Gott die Kontrolle über Ihr Leben geben. Aber Gott will nicht Ihr Kopilot sein. Denn Sie würden abstürzen, und er würde dafür beschuldigt. Gott will sich Ihnen nicht aufzwingen, aber entweder haben Sie die Kontrolle über Ihr eigenes Leben oder Sie können ihm die Kontrolle über Ihr Leben übergeben. Er hat Sie erschaffen. Er weiss besser, was Sie glücklich macht, als Sie selber es tun. Er hat die Möglichkeit, dass das für Sie geschehen kann. Aber trotzdem lässt er Ihnen die Wahl. Wenn Sie die Kontrolle über Ihr Leben behalten, dann spielen Sie Gott. Und Gott spielen, das ist die Wurzel aller Sorgen und Ängste. Jedes Mal, wenn Sie anfangen, sich als Gott aufzuspielen, dann fallen Sie in diese Sorgen zurück. Wenn Sie versuchen, die Dinge zu kontrollieren und sie zum Laufen zu bringen ... und sich selber zwingen, viele Dinge unter Kontrolle zu behalten, die ausser Kontrolle geraten sind, dann wird sich in Ihrem Innern eine leise Stimme melden und sagen: «Wen willst du an der Nase herumführen, was willst du dir vormachen?» Sie wissen, dass Sie nicht Gott sind. Und Sie selber wissen es und Gott weiss es auch, dass Sie nicht alles verstehen können. Es ist eine Frage der Kontrolle. Wenn Sie Ihr eigenes Leben ohne Gottes Leitung führen wollen, ja, dann sollten Sie sich wirklich Sorgen machen. Denn die meisten Dinge in Ihrem Leben können Sie nicht kontrollieren. Dann haben Sie allen Grund, sich Sorgen zu machen. Aber wenn Gott Ihr Leben führt und leitet und er Ihr Herr und Hirte ist, dann wissen Sie, dass er alles kontrollieren kann, und Sie kommen nicht ins Schwitzen. Ich mache Jesus zum Herrn meines Lebens. Beginnen Sie, für alles zu beten Beten Sie für alles, worüber Sie sich bis jetzt Sorgen gemacht haben. Sprechen Sie einfach mit Gott. Er möchte Ihre Freundschaft, eine Beziehung mit Ihnen haben. Haben Sie keine Zeit, um zu beten? Aber haben Sie Zeit, sich Sorgen zu machen? Wenn wir für alles beten würden, über das wir uns Sorgen machen, dann hätten wir so viel weniger Zeit übrig, um uns Sorgen zu machen. Sich Sorgen machen verändert nichts; aber beten tut es. Philipper 4, 6: «Sorgt euch um nichts, sondern lasst in allen Lagen eure Bitten durch Gebet und Fürbitte mit Danksagung vor Gott laut werden.» Das heisst: Statt dass Sie sich sorgen, beten Sie für alles; erzählen Sie Gott Ihre Bedürfnisse ... Wenn Sie das tun, dann heisst es im Vers 7: «Und der Friede Gottes, der alles Verstehen übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus. Beten Sie für alles. Beten Sie nicht nur für religiöse, für fromme Anliegen. Viele Menschen sprechen beim Beten das aus, wovon sie denken, dass Gott es so hören wolle. Beten Sie für alles. Wenn etwas wichtig und gross genug ist, um sich darüber Sorgen zu machen, dann ist es auch wichtig und gross genug, um dafür zu beten. Gottes Fähigkeiten sind grösser als Ihre Ängste und Sorgen. «All eure Sorgen werft auf ihn, denn er kümmert sich um euch» 1. Petrus 5, 7. Abwerfen bedeutet, abladen, loslassen. Das griechische Wort bedeutet wörtlich: fallen lassen. Laden Sie die Sorgen ab. Das Gebet ist ein unglaublicher Stress-Befreier für alles, was immer Sie stresst, aufregt oder irritiert. Werfen Sie alles auf ihn. Entsorgen Sie alles bei ihm. Laden Sie alles bei ihm ab. Das Problem liegt darin, dass die meisten von uns es mit dem Abwerfen genauso machen wie beim Fischen. Wir werfen unsere Sorgen – an der Angelschnur – hinaus und dann rollen wir sie wieder zurück. Lassen Sie mich das zu Ihnen sagen, als Zenti-Familie: Gott weiss genau, was Sie jetzt durchmachen müssen. Er sieht die Herausforderungen, die Sie persönlich durchstehen müssen, und er sieht auch die Herausforderung, die wir als Korps jetzt und in den nächsten Wochen durchstehen müssen. Euer himmlischer Vater weiss schon jetzt genau, was Sie brauchen, und er wird Ihre Bedürfnisse stillen, wenn Sie ihm den ersten Platz in Ihrem Leben geben und so leben, wie er es von Ihnen möchte. Lesen Sie den 23. Psalm durch, wenn Sie wieder zuhause sind. Sie werden sehen, dass in sechs Versen das Wort «ich», «mein» oder «mir» 17-mal vorkommt. Das ist ein äusserst persönlicher Psalm. Das Wort «du» als Anrede an Gott kommt 5-mal vor, «er» oder «sein» etwa 7- 10-mal. Dieser Psalm spricht über die Beziehung mit Gott. Das ist das Gegenmittel gegen Ihren Stress. Religion befreit Sie nicht von Ihrem Stress. Religion hilft nicht, sich nicht mehr Sorgen zu machen. Deshalb brauchen Sie nicht eine Religion. Sie brauchen eine Beziehung. Sie brauchen einen Hirten – jemand, der für Sie sorgt, Sie schützt, Sie führt und Sie auf den rechten Weg bringt. Gott sagt: «Das ist es, wofür ich dich erschaffen habe. Ich habe dich nicht für die Religion gemacht. Ich habe dich erschaffen, damit du MICH erkennen kannst.» Er weiss alles über Sie, und er möchte, dass Sie ihn kennen lernen. Darum hat er Jesus Christus zu uns gesandt. Ich möchte Sie einladen, den ersten Schritt zu tun, indem Sie Ihr Leben Jesus Christus öffnen, wenn Sie es noch nie getan haben. Bitten Sie Jesus Christus, Ihr Herr zu werden, Ihr Boss, Ihr Manager – und Ihr Hirte, wie er es versprochen hat. Wilbur Chapman wurde gebeten, einen kleinen Jungen von 10 Jahren aufzuheitern, der an Krebs sterben würde. Er ging also in das Heim dieses kleinen Jungen. Dieser Knabe machte sich grosse Sorgen um das Sterben. So sagte Chapman zu ihm: «Ich möchte dir etwas beibringen. Gib mir deine Hand. Die Bibel sagt: 'Der Herr ist mein Hirte.' Jedes Mal, wenn du wieder Angst bekommst, was mit dir geschehen wird, dann denke: 'Der Herr ist mein Hirte' und dann überkreuzest du deinen Zeigefinger mit deinem Mittelfinger.» Zwei Wochen später starb dieser kleine Junge in Schlaf. Am andern Morgen fand ihn seine Mutter, den Zeigefinger mit dem Mittelfinger überkreuzt Ich weiss nicht, was Ihnen heute Sorgen macht oder wodurch Sie heute gestresst sind. Aber ich weiss das: Gott liebt Sie, er kümmert sich um Ihren Stress, und er kann Ihnen helfen. «Der Herr ist mein Hirte.» «Der Herr ist mein Hirte» – es gibt nur einen wirklichen Herrn, die anderen sind alles nur Fälschungen und Imitationen. «Der Herr ist mein Hirte» – nicht: er möchte es sein, sondern: er will es sein, er war es immer, er ist es und er wird es immer sein. «Der Herr ist mein Hirte» – Können Sie das mit Sicherheit sagen? Ist der Herr Ihr Hirte? Ist der Hirte Ihr Herr? Er kann das eine nicht ohne das andere sein. Wenn Sie das sagen können und es auch wirklich meinen, dann werden Sie aufhören, sich Sorgen zu machen. Als Korps haben wir eine schwierige Zeit vor uns. Aber ich bitte Sie aus tiefstem Herzen: Lassen Sie uns auf Gott, unseren Hirten vertrauen. Er wird für unser Korps sorgen, er wird sich um uns kümmern. Tragen Sie diese Last nicht eine Sekunde länger. Denn es ist unnötig. |
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