Seelsorge, Predigten

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Heilsarmee Zürich Zentral  

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Predigt zum 19.8.2007 (Martin Gossauer)

Hier bin ich!

Einleitung

Wir freuen uns, viele von euch wieder zu sehen nach der wohlverdienten Sommerpause mit hoffentlich erholsamen Ferien! Es tut gut, euch alle wieder zu sehen und zu wissen, ihr seid wieder da! Ja, ich hatte etwas Mühe nach den Ferien wieder einzusteigen und musste mir einen Schubs geben. Doch nach dem ersten Gottesdienst am Sonntag, den ersten Besuchen und der Freude, bekannte Gesichter wieder zu sehen, ging es mir schon wieder viel besser. Ja, und heute geht es mir noch besser, denn es gibt sogar neue Gesichter zu entdecken, und wir freuen uns auf den Austausch beim Korpskaffee und beim Willkommsapéro!

Es tut gut, miteinander Gottesdienst zu feiern und Gott zu begegnen. Es tut gut, einander zu sagen und zu hören: Ich bin's, hier bin ich wieder. Auch Gott freut sich, unser 'Hier bin ich' oder 'Hier bin ich wieder' zu hören. Ist es nicht die Antwort, die er immer wieder von uns erwartet?

Wenn wir sagen: Hier bin ich, oder, hier bin ich wieder, heisst das soviel wie, ich bin da, du kannst mit mir rechnen!

Hier bin ich – das soll das Wort sein, das wir sagen oder hören, wenn wir miteinander dieses zweite Halbjahr beginnen. Hier bin ich – durch die ganze Bibel hindurch finden wir diese drei kurzen Worte, ausgesprochen von verschiedenen Personen in ganz unterschiedlichen Situationen.

Abraham, der Patriarch – in der Prüfung (Genesis 22,1-14)

Es begann mit Abraham, der - völlig unverständlich für ihn – den Ruf erhielt, seinen Sohn Isaak zu opfern. Wir lesen in Genesis 22,1-2:

Nach diesen Begebenheiten stellte Gott Abraham auf die Probe. Er sprach zu ihm: Abraham! Er sprach: Hier bin ich. Und er sprach: Nimm deinen Sohn, deinen Einzigen, den du lieb hast, Isaak, und geh in das Land Morija und bring ihn dort als Brandopfer dar auf einem der Berge, den ich dir nennen werde.

Und seither erinnert sich jede Generation seiner unzähligen Nachkommen an die aussergewöhnliche Verfügbarkeit des Patriarchen. Auch wenn wir vom Opfer Isaaks sprechen, wissen wir, dass er schliesslich nicht geopfert wurde. Doch das Beispiel Abrahams lässt uns verstehen, dass die Verfügbarkeit das schönste aller Opfer ist. Mitten in der Prüfung, vor dem Unmöglichen, das Gott von ihm verlangt, antwortet Abraham: Hier bin ich! Er war ein Mann, der für Gott und die Menschen ein offenes Ohr hatte, denn auch seinem Sohn gibt er die gleiche Antwort (Verse 7-8):

Da sprach Isaak zu seinem Vater Abraham: Vater! Er sprach: Hier bin ich, mein Sohn. Er sprach: Sieh, hier ist das Feuer und das Holz. Wo aber ist das Lamm für das Brandopfer? Abraham sprach: Gott selbst wird sich das Lamm für das Brandopfer ausersehen, mein Sohn. So gingen die beiden miteinander.

Und später gibt er die gleiche Antwort auch dem Engel (Verse 11-12):

Da rief ihm der Bote des Herrn vom Himmel her zu und sprach: Abraham, Abraham! Er sprach: Hier bin ich. Er sprach: Strecke deine Hand nicht aus gegen den Knaben und tu ihm nichts, denn nun weiss ich, dass du gottesfürchtig bist, da du mir deinen Sohn, deinen Einzigen, nicht vorenthalten hast.

Dreimal die gleiche Antwort: Hier bin ich.

Für die Zeit, die vor uns liegt und auch in Prüfungen, will ich Gott sagen: Hier bin ich und darauf vertrauen, dass er alles wohl hinausführt, zu meinem Besten.

Mose, der junge Mann – vor einer schwierigen Aufgabe (Exodus 3,1-6a)

Auch Mose, der von Gott im brennenden Dornbusch angesprochen wird, antwortet: «Hier bin ich» und stellt sich mit seiner ganzen Person in den Dienst Gottes, um das Volk Israel aus der Knechtschaft in Ägypten zu befreien:

Und Mose weidete die Schafe seines Schwiegervaters Jitro, des Priesters von Midian. Und er trieb die Schafe über die Wüste hinaus und kam an den Gottesberg, den Choreb. Da erschien ihm der Bote des Herrn in einer Feuerflamme mitten aus dem Dornbusch. ... Und der Herr sah, dass er kam, um zu schauen. Und Gott rief ihn aus dem Dornbusch und sprach: Mose, Mose! Und er sprach: Hier bin ich.

Das war zwar nicht sein letztes Wort und er hatte einige Ausreden, bevor er sich von Gott einspannen liess!

Für die Zeit, die vor uns liegt, will ich dem, der die Aufgaben verteilt und jedem seinen Auftrag, ob klein oder gross, anvertraut, sagen: Hier bin ich.

Samuel, der junge Knabe – vor dem Ruf Gottes (1. Samuel 3,1-10)

Es gibt Patriarchen, es gibt junge Männer und es gibt die noch jüngeren ... wie Samuel. Er wurde von seinen Eltern im Heiligtum von Silo Gott geweiht, um ihm mit dem Priester Eli zu dienen.

Und eines Tages... als die Lampe Gottes noch nicht erloschen war und Samuel im Tempel des Herrn schlief, wo die Lade Gottes war, da rief der Herr Samuel, und dieser sprach: Hier bin ich. (Verse 2-4) Samuel hörte einige Male diese Stimme in der Nacht, die ihn rief. Das konnte ja nur der Priester sein und der Junge steht dreimal auf und antwortet ihm: Du hast mich gerufen, hier bin ich. Doch dieser sagt jedes Mal: Nein, ich habe dich nicht gerufen. Beim dritten Mal verstand der Priester, dass der Junge nicht träumte und gab ihm den Rat: Wenn man dich noch einmal ruft, dann antworte: Rede, Herr, dein Diener hört.

Und der Herr kam, stand da und rief wie schon zuvor: Samuel! Samuel! Und Samuel sprach: Rede, dein Diener hört. (Vers 10)

Später in seinem Leben, verstand es Samuel, dieselbe Wahrheit dem König Saul weiterzugeben: Hat der Herr gefallen an Brandopfern und Schlachtopfern, wie er Gefallen hat, wenn man hört auf die Stimme des Herrn? Sieh, Gehorsam ist besser als Schlachtopfer; besser als Fett von Widdern ist es, achtsam zu sein. (1. Samuel 15,22)

In der Zeit, die vor uns liegt, will ich auf die Stimme Gottes hören und wenn er mich ruft, antworten: Hier bin ich.

David, König und Poet – im Gebet (Psalm 40,1-12)

Dann ist da auch David: In seinem Gebet, das gleichzeitig ein Dank und ein Hilferuf ist, sagt er uns, dass die Verfügbarkeit das schönste Opfer ist und das einzige, das Gott von uns erwartet:

An Schlachtopfern und Speiseopfern hast du kein Gefallen, aber Ohren hast du mir aufgetan... deinen Willen zu tun, mein Gott, ist mir eine Lust, und deine Weisung trage ich im Herzen. (Vers 7-8)

In der Zeit, die vor uns liegt, will ich in meinen Gebeten, in dieser persönlichen, vertrauten Beziehung zu Gott, ihm sagen: Hier bin ich. Ich komme zu dir. Zutiefst in meinem Herzen möchte ich, was du willst.

Jesaja, der Prophet – bei seiner Berufung (Jesaja 6,7-9)

Auch der Prophet Jesaja war ein Hörender und Sehender. Gott begegnet ihm in einer Vision:

Und ich hörte die Stimme des Herrn sagen: Wen werde ich senden? Und wer von uns wird gehen? Da sprach ich: Hier bin ich, sende mich! (Vers 8)

Ich träume von vielen Jesaja's in unserem Korps. Nicht, dass ich mich für den lieben Gott halte, doch ich träume von Menschen, die sich von Gott berufen und senden lassen. Und – Gott sei Dank – es geschieht auch immer wieder – es geschah gerade in dieser Woche! Jemand sagte: Hier bin ich, ich stelle mich zur Verfügung für diesen Dienst.

Für die Zeit, die vor uns liegt, will ich Gott antworten: Hier bin ich – sende mich.

Maria, die junge Mutter – vor Gottes Gnade (Lukas 1,38)

Einverstanden, meine Liste berücksichtigt die Gleichberechtigung nicht wirklich, zu viele Männer und zuviel Altes Testament ... und so schliesse ich sie mit einer Frau aus dem Neuen Testament: Vor dem Unglaublichen, überwältigt von der Gnade Gottes, sagt Maria auf ihre Weise dem überraschenden, von Gott gesandten Besucher: Hier bin ich.

Da sagte Maria: Ja, ich bin des Herrn Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast! Und der Engel verliess sie. (Lukas 1,38)

In der Zeit, die vor uns liegt, wenn Gott mich überrascht und mich mit seiner Gnade überwältigt, damit Unmögliches möglich wird, will ich ihm sagen: Hier bin ich.

Gott ist der Erste, der uns sagt: Hier bin ich

Jedes Mal ist es eine andere Person in einer anderen Situation, die mit ihrer Antwort: 'Hier bin ich', ihre Verfügbarkeit signalisiert. Doch diese paar Worte fallen nie einfach so in das Leere. Im Leben jeder dieser Personen war Gott gegenwärtig, wirklich da. Im Grunde waren ihre Worte 'hier bin ich' nichts anderes als eine Antwort auf ein 'Hier bin ich', das Gott ihnen bereits zugesagt hatte. Jedes Mal ist er es, der zuerst dem Menschen auf die eine oder andere Weise sagt: Hier bin ich. Ich bin mit dir, fürchte dich nicht, du kannst auf mich zählen.

Schon ganz am Anfang seiner Geschichte mit Abraham schenkt Gott ihm ein 'Hier bin ich' mit der Zusage: Ich will dich zu einem grossen Volk machen und will dich segnen und deinen Namen gross machen, und du wirst ein Segen sein. (Genesis 12,2)

Die Prüfung seines Gottvertrauens hat Abraham tief geprägt und er gibt jenem Ort einen Namen, einen Namen, der ausdrückt, was er dort gelernt hat: «Der Herr sorgt vor (Vers 14). Wer in Prüfungen Gott vertraut und ihm sagt, hier bin ich, erfährt, dass Gott vorsorgt.

Zu Mose sagt Gott: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. (Exodus 3,6) Gott sagt damit: Ich war schon immer da, für die vorhergehenden Generationen, und ich bin heute für dich da: Hier bin ich.

Samuel lebte in einer Epoche, von der es hiess: Und in jenen Tagen war das Wort des Herrn kostbar, Schauungen waren nicht häufig. (1. Samuel 3,1) Doch für den Dienst Gottes geweiht, lebte, ja schlief Samuel an einem Ort, wo die Gegenwart Gottes greifbar war, denn wir haben gelesen: ... als die Lampe Gottes noch nicht erloschen war und Samuel im Tempel des Herrn schlief, wo die Lade Gottes war, da rief der Herr Samuel, ... (1. Samuel 3,3) Die Bundeslade symbolisierte die Gegenwart selbst von Gott und stellte gewissermassen ein ständiges 'Hier bin ich' von Gott dar für alle, die ins Heiligtum kamen. Das Leben von Samuel selber war ein 'Hier bin ich' Gottes, denn seine Geburt war eine Antwort Gottes auf das Gebet seiner Mutter.

David malt uns in den ersten sechs Versen seines Psalms 40 ein herrliches Bild Gottes, das uns in grossen Buchstaben sagt: «Hier bin ich»:

... da neigte er sich zu mir ... und hörte mein Schreien.

... er zog mich heraus aus der Grube des Grauens ... und stellte meine Füsse auf Felsgrund ... machte meine Schritte fest

... er legte mir in den Mund ein neues Lied ... zahlreich sind deine Wunder und Pläne, die du Herr, mein Gott, für uns vollbracht hast.

Jesaja hat eine aussergewöhnliche Vision von Gott und seiner Herrlichkeit. Ein Engel berührt seine Lippen mit glühenden Kohlen und sagt: Sieh, hat das deine Lippen berührt, so verschwindet deine Schuld, und deine Sünde wird gesühnt. (Jesaja 6,7) Diese von Gott geschenkte Reinigung und Vergebung ist wie ein starkes 'Hier bin ich' von Gott, das in ihm sein 'Hier bin ich' hervorruft als Antwort auf Gottes Berufung.

Auch Maria, erhält ein starkes 'Hier bin ich' von Gott mit der Erscheinung des Engels, der zu ihr sagt: Sei gegrüsst, du Begnadete, der Herr ist mit dir! ... Fürchte dich nicht, Maria, denn du hast Gnade gefunden bei Gott.(Lukas 1,28+30)

Abschluss (Karten verteilen 'Hier bin ich!' mit allen Namen der besprochenen biblischen Gestalten und leerer Linie zum Einsetzen des eigenen Namens)

Gott ist immer derjenige, der schon da ist und uns erwartet mit seinem 'Hier bin ich'. Auch hier und heute, wenn wir miteinander die vor uns liegende Zeit in Angriff nehmen. Seine Treue in der Vergangenheit, seine Verheissungen für heute und seine Gnade für morgen sagen uns: Ich bin mit dir, fürchte dich nicht, vertraue mir, ich sorge vor, ich habe einen Plan mit dir, alles, was ich von dir hören möchte, ist ein 'Hier bin ich'. Gott sagt uns seine Gegenwart zu. Er ist es, der in Jesaja 52,6 verheisst:

Darum soll mein Volk meinen Namen erkennen, darum, an jenem Tag, dass ich es bin, der spricht: Hier bin ich!

Und in Jesaja 58,9:

Dann wirst du rufen, und der Herr wird antworten, du wirst um Hilfe rufen, und er wird sprechen: Sieh, hier bin ich!

Gebet von Soeur Myriam, Seite 30, 'Seigneur donne-nous la prière'

Lieder : 55 (Dein heil'ger Wille); 276 (Wenn Christus heute Menschen sucht)

Quelle : Magnificat janvier 2003, Jerusalem Bibel

Karte: Hier bin ich, sagte... (Sonntag, 19. August 2007)
... Abraham, der Patriarch – in der Prüfung (Genesis 22,1-14)
... Mose, der junge Mann – vor einer schwierigen Aufgabe (Exodus 3,1-6a)
... Samuel, der junge Knabe – vor dem Ruf Gottes (1. Samuel 3,1-10)
... David, König und Poet – im Gebet (Psalm 40,1-12)
... Jesaja, der Prophet – bei seiner Berufung (Jesaja 6,7-9)
... Maria, die junge Mutter – vor Gottes Gnade (Lukas 1,38)

Hier bin ich, sage ich, ......................................................

Gott ist der Erste, der uns sagt: Hier bin ich! (Jesaja 52,6 + 58,9)



Zusammenfassung der Bibeltexte:

Hier bin ich

Abraham, der Patriarch – in der Prüfung (Genesis 22,1-14)

Genesis 22,1-2:

Nach diesen Begebenheiten stellte Gott Abraham auf die Probe. Er sprach zu ihm: Abraham! Er sprach: Hier bin ich. Und er sprach: Nimm deinen Sohn, deinen Einzigen, den du lieb hast, Isaak, und geh in das Land Morija und bring ihn dort als Brandopfer dar auf einem der Berge, den ich dir nennen werde.

(Verse 7-8):

Da sprach Isaak zu seinem Vater Abraham: Vater! Er sprach: Hier bin ich, mein Sohn. Er sprach: Sieh, hier ist das Feuer und das Holz. Wo aber ist das Lamm für das Brandopfer? Abraham sprach: Gott selbst wird sich das Lamm für das Brandopfer ausersehen, mein Sohn. So gingen die beiden miteinander.

(Verse 11-12):

Da rief ihm der Bote des Herrn vom Himmel her zu und sprach: Abraham, Abraham! Er sprach: Hier bin ich. Er sprach: Strecke deine Hand nicht aus gegen den Knaben und tu ihm nichts, denn nun weiss ich, dass du gottesfürchtig bist, da du mir deinen Sohn, deinen Einzigen, nicht vorenthalten hast.

Mose, der junge Mann – vor einer schwierigen Aufgabe (Exodus 3,1-6a)

Und Mose weidete die Schafe seines Schwiegervaters Jitro, des Priesters von Midian. Und er trieb die Schafe über die Wüste hinaus und kam an den Gottesberg, den Choreb. Da erschien ihm der Bote des Herrn in einer Feuerflamme mitten aus dem Dornbusch. ... Und Gott rief ihn aus dem Dornbusch und sprach: Mose, Mose! Und er sprach: Hier bin ich.

Samuel, der junge Knabe – vor dem Ruf Gottes (1. Samuel 3,1-10)

Und eines Tages... als die Lampe Gottes noch nicht erloschen war und Samuel im Tempel des Herrn schlief, wo die Lade Gottes war, da rief der Herr Samuel, und dieser sprach: Hier bin ich. (Verse 2-4)

Und der Herr kam, stand da und rief wie schon zuvor: Samuel! Samuel! Und Samuel sprach: Rede, dein Diener hört. (Vers 10)

Hat der Herr gefallen an Brandopfern und Schlachtopfern, wie er Gefallen hat, wenn man hört auf die Stimmer des Herrn? Sieh, Gehorsam ist besser als Schlachtopfer; besser als Fett von Widdern ist es, achtsam zu sein. (1. Samuel 15,22)

David, König und Poet – im Gebet (Psalm 40,1-12)

An Schlachtopfern und Speiseopfern hast du kein Gefallen, aber Ohren hast du mir aufgetan... deinen Willen zu tun, mein Gott, ist mir eine Lust, und deine Weisung trage ich im Herzen. (Vers 7-8)

Jesaja, der Prophet – bei seiner Berufung (Jesaja 6,7-9)

Und ich hörte die Stimme des Herrn sagen: Wen werde ich senden? Und wer von uns wird gehen? Da sprach ich: Hier bin ich, sende mich! (Vers 8)

Maria, die junge Mutter – vor Gottes Gnade (Lukas 1,38)

Da sagte Maria: Ja, ich bin des Herrn Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast! Und der Engel verliess sie. (Lukas 1,38)

Gott sagt: Hier bin ich

Abraham, der Patriarch – in der Prüfung

Ich will dich zu einem grossen Volk machen und will dich segnen und deinen Namen gross machen, und du wirst ein Segen sein. (Genesis 12,2)

Mose, der junge Mann – vor einer schwierigen Aufgabe

Dann sprach er: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. (Exodus 3,6)

Samuel, der junge Knabe – vor dem Ruf Gottes

... als die Lampe Gottes noch nicht erloschen war und Samuel im Tempel des Herrn schlief, wo die Lade Gottes war, da rief der Herr Samuel, ... (1. Samuel 3,3)

David, König und Poet – im Gebet

... da neigte er sich zu mir,

... und hörte mein Schreien.

... er zog mich heraus aus der Grube des Grauens,

... und stellte meine Füsse auf Felsgrund,

... machte meine Schritte fest.

... er legte mir in den Mund ein neues Lied.

... zahlreich sind deine Wunder und Pläne, die du Herr, mein Gott, für uns vollbracht hast. (Psalms 40,1-6)

Jesaja, der Prophet – bei seiner Berufung

Sieh, hat das deine Lippen berührt, so verschwindet deine Schuld, und deine Sünde wird gesühnt. (Jesaja 6,7)

Maria, die junge Mutter – vor Gottes Gnade

Sei gegrüsst, du Begnadete, der Herr ist mit dir! ... Fürchte dich nicht, Maria, denn du hast Gnade gefunden bei Gott.(Lukas 1,28+30)

Gott verheisst:

Darum soll mein Volk meinen Namen erkennen, darum, an jenem Tag, dass ich es bin, der spricht: Hier bin ich! (Jesaja 52,6)

Dann wirst du rufen, und der Herr wird antworten, du wirst um Hilfe rufen, und er wird sprechen: Sieh, Hier bin ich! (Jesaja 58,9).

(alle Bibelstellen Neue Zürcher Bibel 2007)

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Walter und Hanny Bommeli

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